Im Jahr 2025 hat das Heckinghauser Musikfestival zum ersten Mal stattgefunden. Und es war ein voller Erfolg. Grund genug für eine zweite Auflage im Jahr 2026. Die Planungen haben bereits im Jahr 2025 begonnen und am 21. Juni war es dann so weit. Organisiert von der „Krawatte“ und verantwortet von der Evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen, präsentierte das Quartier seine Vielfalt durch Musik.
Von 14 bis 19 Uhr sang und klang der Stadtteil an sieben verschiedenen Orten rund um den Gaskessel. Darunter die „Krawatte“, das Lazarushaus, die Alte Zollbrücke, das Stadtteilzentrum Heckinghausen, das Café Johannis, der Gaskessel und der CVJM Heckinghausen.
Überall wurde ein vielseitiges Programm geboten, was das Festival noch größer machte als beim Auftakt. Der Bürgerverein versorgte die Menschen an der Alten Zollbrücke mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. Das Wetter hatte es sogar schon fast zu gut gemeint bei wolkenlosem Himmel und prallem Sonnenschein.
Wie Dorothee van den Borre, Projektleiterin der „Krawatte“, erklärt, sei man diesmal mit den Erfahrungen des Auftaktes im letzten Jahr an die Sache herangegangen. Die künstlerische Leitung in der Organisation habe man Dörte Bald übertragen, womit „eine Fachfrau am Werk“ war. Die Zahl der Künstler sei noch größer und auch vielfältiger geworden. Mehr Chöre haben sich diesmal beteiligt und bei den Solokünstlern wurden diesmal mehr Interpreten berücksichtigt, die ansonsten nicht so oft auf der Bühne stehen. So gab es über 200 Mitwirkende bei dem Festival.
Rund 100 Ehrenamtliche waren auf die sieben Stationen verteilt und beteiligten sich an der Umsetzung. Alle Orte befanden sich in einem Radius von knapp 700 Metern rund um den Gaskessel, also waren alle Schauplätze gut fußläufig zu erreichen. Wo das Programm unter freiem Himmel stattfand, wurde für Pavillons und Sonnenschirme gesorgt, wie auch erfrischende Getränke. In der „Krawatte“ gab es für alle, die wollten, ein Wassereis.
„Eine große Hilfe waren die Kolleginnen und Kollegen des Stadtteilservice der AWO. Sie haben beim Aufbau und Abbau geholfen und den ganzen Nachmittag die Veranstaltungen tatkräftig unterstützt. Ihnen gebührt ein großes Dankeschön.“, berichtet Stefan Kühn.
„Man bedenke – wir sind keine Veranstaltungs-Profis“, so Dorothee van den Borre seitens des Orga-Teams, zu dem auch Carla Zenker und Stefan Kühn gehören. „Ohne die Förderung aus dem Verfügungsfonds Sozialer Zusammenhalt und die Unterstützung durch die Stadt sei so ein Projekt nicht möglich gewesen“, erklärt sie. Denn an allen Standorten sorgten Fachleute für die Sicherheit und es waren überall Sanitäter zugegen. Und die die Künstler sollten zumindest eine kleine Gage bekommen.
Bezirksbürgermeister Stefan Kühn eröffnete das Festival. „Heute singt, klingt und swingt unser Stadtteil. Heute wird deutlich, wie viele Menschen sich in Heckinghausen engagieren. Unser Quartier ist vielfältig, attraktiv und durch jede Menge Leben gekennzeichnet.“ Die Eröffnung des Programms in der „Krawatte“ wurde auch von Oberbürgermeisterin Miriam Scherff besucht, die bei den ersten Liedern von Florian Franke in der Gemeinschaft fleißig mitsang. Scherff und Kühn besuchten dann gemeinsam alle Standorte. Die Oberbürgermeisterin war begeistert: „Toll, dass so viel Künstlerinnen und Künstler auftreten, toll dass so viele Menschen helfen und toll, dass so viele Gäste da sind. Ein großes Kompliment an Alle.“
Am Lazarushaus bereiteten derzeit Marco Lombardo und „Dörte aus Heckinghausen“ ihren gemeinsamen Auftritt vor. „In der Stadt, in der ich lebe, Musik zu machen, ist einfach schön“, so Lombardo beim Stimmen seiner Gitarre. Das Festival zeige, dass Musik am schnellsten verbinde.
Darin sieht auch van den Borre das Besondere des Events: „Nicht nur Institutionen und Träger verbinden sich hier, sondern vor allem die Menschen – Jung und Alt, mit Migrationshintergrund oder nicht.“
Das Programm war erstklassig. Mit dabei waren u. a. der Chor der Alevitischen Gemeinde, das Ensemble Al Watan, die Kinder des Rudelsingens, ein Shanty Chor, die Desperate Housemen, Murat Güclü, das Odessa Projekt, Chor & more, Chiomas Tribe, Judith & The Good Boys, The Chaos Crew.
Gegen 17.30 Uhr zog dann alles in Richtung Gaskessel zum großen Finale. Dies begann mit dem großen Kinderrudelsingen mit Eva Rapsch, ging über in die Dörte & Alexander Show und zum großen Abschluss kamen alle Mitwirkenden noch einmal zusammen.
Im nächsten Jahr pausiert das Festival, es wird aber fortgeführt. Wir können uns also schon jetzt auf das Heckinghauser Musikfestival 2028 freuen.